GlasfaserPlus: Impulse für den Glasfaserausbau in Deutschland
GlasfaserPlus ist ein im Jahr 2022 gegründetes Joint Venture, an dem die Deutsche Telekom und IFM Investors zu jeweils 50 Prozent beteiligt sind. Ziel des Unternehmens ist es, den Ausbau von Glasfaseranschlüssen bis ins Haus (FTTH) in Deutschland voranzutreiben. Das Unternehmen agiert nach einem Open-Access-Modell: Es baut und verwaltet die Infrastruktur, sodass verschiedene Anbieter ihre Dienste über dasselbe Netz bereitstellen können.
Dieser Ansatz ermöglicht es, den FTTH-Ausbau deutlich zu beschleunigen, beleuchtet jedoch auch einen weniger sichtbaren Aspekt des Rollouts. Ein Netz ist nicht allein dadurch vollständig, dass die Haupttiefbauarbeiten abgeschlossen sind. Nach der ersten Ausbauwelle bleiben aus operativen oder administrativen Gründen häufig einzelne Gebäude unverbunden: Genehmigungen, die verspätet eintrafen, Anschlüsse, die erst nachträglich formalisiert wurden, Neubauten oder Seitenstraßen, die im ursprünglichen Plan nicht enthalten waren. An diesem Punkt gewinnt die Nachverdichtung an Bedeutung. Sie wird als das Schließen von Lücken verstanden, um eine bereits vorhandene Infrastruktur in eine effektive Konnektivität für jede noch ausstehende Adresse zu verwandeln.
Nachverdichtung: Lücken schließen, wo der Erstausbau endet
Nachverdichtung ist keine Volumenarbeit, sondern Präzisionsarbeit. Häufig erfordert sie die detaillierte Planung, wie ein konkretes Gebäude an einen vorhandenen Schacht angebunden werden kann, ohne Lösungen zu überdimensionieren oder unnötige Tiefbauarbeiten erneut aufzunehmen. Die technische Herausforderung besteht darin, kurze und praktikable Wege zu entwerfen, vorhandene Leerrohre und Reserven optimal zu nutzen, Zugänge und Dienstbarkeiten zu koordinieren und sicherzustellen, dass die Intervention zu verkürzten Aktivierungszeiten führt. Hier bemisst sich der Wert nicht allein in Grabenmetern, sondern in Ingenieursentscheidungen, die Kosten kontrollieren, Auswirkungen minimieren und das Ausbautempo aufrechterhalten.
Gabitel: Ingenieurskunst für die letzte Meile
In diesem Rahmen konzentriert sich unser Beitrag in der Kooperation mit GlasfaserPlus darauf, als Planungs- und Realisierungspartner für die tatsächliche „letzte Meile“ zu agieren.
Dabei fokussieren wir uns auf:
- Analyse von technischen Alternativen, um einzelne neue Punkte/ Teilnehmer an das bestehende Hauptnetz anzubinden
- Optimierung der Nutzung bereits installierter Infrastruktur
- Entwicklung von Lösungen im Einklang mit den Kriterien Effizienz, Rückverfolgbarkeit und technischer Qualität.
Unser Ziel ist es, dass jeder Einzelfall von einer bloßen Lücke im Entwurf zu einem aktiven Nutzer wird – unterstützt durch einen robusten und reproduzierbaren Prozess.
Für Kommunen und Netzbetreiber bietet dieser Ansatz Kontinuität im Ausbau und verbessert die Rentabilität bereits getätigter Investitionen. So wird die Nachverdichtung zum operativen Hebel, um die Netzabdeckung mit technischer Präzision, Rückverfolgbarkeit und Effizienz zu vollenden.
Zitat der Geschäftsführung Gabitel:
„Nachverdichtung ist für uns kein bloßes Anhängsel des Netzausbaus, sondern der entscheidende Schritt zur Vollendung der digitalen Infrastruktur. Bei Gabitel verwandeln wir durch präzises Engineering technische Lücken in aktive Konnektivität und schaffen so echten Mehrwert für Haushalte und Investoren gleichermaßen.“

